Programm CE-FachKONFERENZ

 06.05.2020 / Mittwoch / 09:00 - 17:15 Uhr

 07.05.2020 / Donnerstag / 08:30 - 16:30 Uhr

 


Tag 1 - 6.5.2020


UHRZEIT

INHALTE



09:00 - 09:30

Kaffee-Empfang - Anmeldung - Besuch der Ausstellung


09:30 - 10:00

Eröffnung der Konferenz - Überblick zur Ausstellung


10:00 - 11:00

Erfahrungen aus der Maschinensicherheits-Praxis: Aktuelle Entwicklungen und wiederkehrende Fragen

> Dipl.-Ing. Alois Hüning, BGHM

  • Neue europäische Maschinen-Verordnung (EMVO) als Nachfolger zur aktuellen Maschinenrichtlinie 2006/42/EG .
    • 2023 als voraussichtliches Erscheinungsdatum
    • Mögliche Änderungen in Anwendungsbereich, Security, künstliche Intelligenz und digitale Dokumentation
  • Dauerthema in der Industrie: Unvollständige Maschine oder vollständige Maschine
    • Spannungsfeld zwischen Integratoren und Zulieferern
    • Einbau von unvollständigen Maschinen in Anlagen - Wer hat welche Pflichten?
    • Neue Anforderungen durch Guide 2.1 - überarbeiteter § 39 sorgt für Verunsicherung - Erläuterungen und Handlungsempfehlungen
  • Anlagen: Wann handelt es sich um eine "Gesamtheit von Maschinen", wann können Großanlagen in Teilbereiche unterteilt werden?
  • Umbau und Retrofit: Dauerbrenner "Wesentliche Veränderung" - Praxisbeispiele und Handlungsempfehlungen
  • "Maschinen ohne CE" - Status, Entwicklungen und Auswirkungen der DGUV-Veröffentlichung
  • Diskussion, Fragen, Erfahrungsaustausch

11:00 - 11:30

Kaffeepause & Besuch der Ausstellung


11:30 - 12:45

Industrial Security: Gemeinsam aus den Angriffen auf Industriesteuerungen lernen
> Jonas Stein, IFA

  • Warum sind Angriffe auf vernetzte Maschinen und Anlagen so einfach und was können wir aus den Fehlern der Vergangenheit lernen?
  • Erläuterung eines Angriffs in einer LIVE-Demonstration
  • Welche Herausforderungen ergeben sich jeweils für die Herstellerfirmen und die Betreiber?
  • Durch welche einfachen Sofortmaßnahmen kann der Betrieb einer Steuerung besser vor Angriffen geschützt werden?
  • Welche Fehlentscheidungen führen regelmäßig zu gravierenden Sicherheitslücken?
  • Wie können Betreiber und Herstellerfirmen gemeinsam noch mehr erreichen?
  • Diskussion, Fragen, Erfahrungsaustausch

12:45 - 14:00

Gemeinsames Mittagessen - Besuch der Ausstellung


14:00 - 15:15

Haftungsrisiken von CE-Koordinatoren/CE-Beauftragten und wie Sie sich dagegen schützen

>  Rechtsanwalt Prof. Dr. Thomas Wilrich

  • Die Position macht's!  Warum CE-Personal "in herausgehobener Stellung" sein kann - und was dies bedeutet.
  • Stabs- oder Linienfunktion? Wie durch die Unternehmensorganisation Einfluss und Befugnisse gesteuert werden.
  • Wie durch Stellenbeschreibungen Verantwortlichkeiten klar definiert  und begenzt werden können.
  • Die Vollständigkeit der Beratung entscheidet! Was wirklich haftungsauslösend ist - und wie man Haftungsrisiken reduziert.
  • Die Relevanz der "gelebten Organisation" - und wie Sie "Übernahmeverschulden" bei mangelnder Fachkunde oder Erfahrung vermeiden.
  • Wann "Meldung an Vorgesetzte befreit" - und wann und warum mehr getan werden muss, um (persönliche) Haftung zu vermeiden.
  • Diskussion, Fragen, Erfahrungsaustausch

15:15 – 15:45

Kaffeepause & Besuch der Ausstellung


15:45 - 17:00

Produktsicherheit im Anlagenbau - Erfahrungen und Best Practice
> Burkhard Münnig, Fa. Riskonzept

  • Anlage ≠ Anlage - Welche Unterschiede in den Anforderungen z.B. zwischen Maschinenanlagen und Prozessanlagen bestehen.
  • Welche besonderen Herausforderungen lauern bei Großanlagen? Welche Erfahrungen auch für weniger komplexe Anlagen abgeleitet werden können.
  • Welche Sicherheitsbetrachtungen wann notwendig sind. Unterschiede und Anwendungsfälle von HAZOP, HAZID, Human Error, MRL, DGRL, Bodengutachten, Fluchtwege, Blitzschutz, …
    • Abgrenzungen zwischen Komponenten (Maschinen, Rohrleitungen, etc.): Wie weit geht die MRL, wo fängt z.B. HAZOP an?
    • Tipps zur möglichst klaren Terminologie: Unterschiede zwischen SIL (HAZOP) und SIL (Maschine)
  • Praxistipps zur Organisation von komplexen Projekten mit vielen Projektmitgliedern (Personen und Unternehmen) - Warum klare Abgrenzungen besonders wichtig sind.
  • Tipps für Hersteller, die nur ein Teil in einem viel größeren Projekt beitragen. Warum Klarheit über die Position in der Safety-Kette besonders wichtig ist - z.B. bei Abnahmen.
    Diskussion, Fragen und Erfahrungsaustausch

17:00 - 17:15

Abschlussdiskussion des 1. Tages
>  Alle anwesenden Referenten und Experten


17:15

Ende des ersten Konferenztages


17:20 – 18:00

Produktpräsentation Safexpert
>  Mag. Christian Frick


19:00

Networking Night - Knüpfen Sie wertvolle Kontakte

IBF lädt alle Teilnehmer der CE-PraxisTAGE zu einem gemütlichen Abendessen in entspannter Atmosphäre ein.



Tag 2 - 7.5.2020


UHRZEIT

INHALTE



08:30 - 09:00

Kaffee-Empfang und Besuch der Ausstellung


09:00 - 09:05

Eröffnung des 2. Konferenztages


09:05 - 10:15

Rechtssichere Beschaffung von Maschinen, Komponenten und Bauteilen - Kritische Erfolgsfaktoren in Bezug auf Product Compliance
> Christian Santner, EAC International Consulting

  • So wählen Sie die richtigen Zulieferer aus.
  • Wann sich Lieferantenaudits lohnen und welche Aspekte aus Compliance-Sicht bei Audits besonders wichtig sind. - Alternative Möglichkeiten für Erst-Lieferanten-Besuche
  • Warum die Dokumentationen von Zulieferern unbedingt auf Vollständigkeit und Korrektheit geprüft werden sollten.
  • Lieferantenverträge: Welche Product Compliance Anforderungen sollten vorhanden sein?
  • Zunehmende Bedeutung von RoHS, REACH, … Warum es sich lohnt eine "Bill of Material" und eine "Bill of Substances“ einzufordern.
  • Wie bewerte ich Lieferanten aussagekräftig anhand einer Balanced Scorecard?
  • Was bedeutet "Best-Cost-Country Sourcing" für mich und mein Unternehmen?
  • Die Ressourcen-Frage: Was kann meine Organisation leisten, was nicht?
  • Diskussion, Fragen, Erfahrungsaustausch

10:15 - 10:45

Kaffeepause & Besuch der Ausstellung


10:45 - 12:15

Über den Tellerrand von CE hinaus: Welche weiteren EU-Richtlinien Hersteller im Auge haben sollten
> Dipl.-Ing (FH) Stefan Rost, TÜV Rheinland

  • REACH - EU Chemikalienverordnung
    • Zusätzliche Stoffverbote zur RoHS-Richtlinie
    • Wie Sie sich im REACH-Dschungel zurecht finden.
  • WEEE - Elektro- und Elektronik-Altgeräte
    • Erweiterter Anwendungsbereich seit 2018
    • Warum die meisten Maschinen dennoch (noch) nicht in den Anwendungsbereich fallen.
  • Öko-Design-Richtlinie
    • Warum "Durchführungsmaßnahmen" konkrete Anforderungen hinsichtlich Energieverbrauch an Ihre Produkte stellen können.
    • Wo Sie die Liste der Durchführungsmaßnahmen finden.
    • Ihre Maschine ist noch nicht von Öko-Design-Anforderungen betroffen - mit welchen Trends Hersteller rechnen sollten.
  • Verpackungs-Richtlinie 94/62/EG und relevante Ergänzungen - was Sie als Hersteller beachten sollten.
  • Maschinen mit Lebensmittelkontakt - Übersicht zu zusätzlichen Anforderungen zur Maschinenrichtlinie
  • Diskussion, Fragen, Erfahrungsaustausch

12:15 - 13:30

Mittagspause und Besuch der begleitenden Ausstellung


13:30 - 14:45

Praxisgerechte Validierung der funktionalen Sicherheit (Hardware und Software) - Häufig nicht beachtete Anforderung aus EN ISO 13849-2
> Dipl.-Ing. Jens Westermann, Fa. CE-Design

  • Warum die Anforderungen an sicherheitstechnische Steuerungen durch Teil 1 aus EN ISO 13849 allein nicht erfüllt sind.
  • Praktische Empfehlungen für die abstrakten Anforderungen aus EN ISO 13849-2
    • Wie sehen "Validierungspläne" in der Praxis konkret aus?
    • Was muss überhaupt alles validiert werden?
    • Wer validiert? Bei welchen Personen/Abteilungen sollte die Validierung im Unternehmen angesiedelt werden?
  • Validierung am Beispiel sicherheitsbezogener Anwendungs-Software (SPS)
    • Allgemeine Möglichkeiten
    • Matrixmethode (IFA)
    • Live-Demo von SOFTEMA (Validierungstool des IFA)
  • Topaktuell: Neue EN ISO 13849 - Mit welchen Änderungen neben der Zusammenfassung der beiden Teile 1 und 2 zu rechnen ist.
  • Diskussionen, Fragen, Erfahrungsaustausch

 


14:45 - 15:15

Kaffeepause & Besuch der Ausstellung


15:15 - 16:15

Worauf Konstrukteure besonders achten sollten - Beispiele und Empfehlungen zu häufigen Fragen im Konstruktionsalltag
> Dr. Tilmann Bork, Festo

  • Unterscheidung zwischen deterministischen und probabilistischen Gefährdungen - warum sich die Unterscheidung lohnt und welche Auswirkungen sich daraus auf die Lösungsfindung ergeben.
  • Wie viel Restrisiko ist erlaubt? Praxisbeispiele und Empfehlungen für Konstrukteure.
  • Einschätzung von Risiken durch Risikographen. Welcher Nutzen durch die Einschätzung entsteht und warum Konstrukteure ihr Hauptaugenmerk dennoch auf technische Lösungen legen sollten.
  • Wie weit müssen Konstrukteure die "vernünftigerweise vorhersehbare Fehlanwendung" beachten, ab wann handelt es sich um Missbrauch?
  • Der Mensch als Unsicherheitsfaktor - Welche bewussten und unbewussten Handlungen von Menschen bei der Konstruktion beachtet werden sollten.
  • Diskussion, Fragen, Erfahrungsaustausch

16:15 - ca. 16:30

Abschlussdiskussion der Konferenz


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