Workshops - CE-PraxisTAGE  pfeil

Workshop 1 - 10./11. Juli 2008

Neue Normen im Steuerungsbau 
Gerhard Dieterle

Die europäische Norm EN 954-1 bildet bislang die Basis für die Auslegung von Sicherheitssteuerungen. Im Dezember 2005 wurde die Norm EN 62061 im EU-Amtsblatt aufgenommen. Im November 2006 wurde EN ISO 13849-1 ratifiziert. Am 30.11.2009 verliert EN 954-1 ihre Vermutungswirkung und wird endgültig von EN ISO 13849-1 abgelöst.

Die neuen Normen lassen den Herstellern von sicherheitstechnischen Steuerungen mehr Freiräume als bisher. Dies birgt Chancen aber auch Risiken.

1. Tag: Sie erhalten einen Überblick zu den im sicherheitstechnischen Steuerungsbau relevanten harmonisierten Normen und erfahren, welches grundlegende neue Konzept (propabilistischer Ansatz) der neuen Vorgehensweise zugrunde liegt:

  • Grundsätzliche Anforderungen an die Sicherheit von Steuerungen
  • Zusammenhang mit der Gefahrenanalyse / Risikobeurteilung nach Maschinenrichtlinie
    (alt und neu)
  • Die Rolle und Zusammenhänge der Normen für die Gestaltung sicherer
    Steuerungen
  • Welche Daten müssen Bauteilehersteller in Zukunft liefern:
    SIL (Safety integrety level), PL (Performance level), MTTFD,…?
  • Können Käufer von Sicherheitsbauteilen / Komponenten auf die Angaben der Zuverlässigkeitsdaten der Hersteller vertrauen?
  • Validieren von Steuerungen nach EN ISO 13849-2

2. Tag: Sie erfahren, wie Sie entsprechend EN ISO 13849-1 oder nach EN 62061 Sicherheitskreise von Steuerungen realisiert werden:

  • Praxisbeispiele: Auswahl und Verschaltung von Sensorik und Aktorik -
    Ermittlung des erforderlichen Performancelevels (PLr) bzw. des erforderlichen SIL;
  • Berechnung des erreichten Performance Level nach
    • EN ISO 13849-1
    • SIL nach EN 62061
    • Computerunterstützte Bewertung und Berechnung
  • Computerunterstützte Auslegung sicherheitsbezogener Teile von Steuerungen mit dem kostenfrei verfügbaren Softwaresystem Sistema (BGIA).

 Detailprogramm und weitere Informationen: Opens external link in new windowwww.ibf.at/steuerungsbau.html

Workshop 2 - 10./11. Juli 2008

Typenspezifische Unternehmensstandards entwickeln:
Mit Gefahrenanalyse-Vorlagen CE-Kosten reduzieren

Referenten: Ing. Walter Konrader, Dipl.-Ing. Siegbert Muck

Verfügbares Fach- und Erfahrungswissen nutzen - Doppeltätigkeiten vermeiden! Diese zwei Parameter bilden die Basis für diesen Workshop. Dabei wird das in harmonisierten europäischen Produktnormen (C-Normen) verfügbare Fachwissen für die Herstellung von Gefahrenanalyse-Vorlagen genutzt.

Vorsicht! C-Normen behandeln immer nur produktspezifische Gefährdungen! Für die Betrachtung möglicher anderer Gefährdungen enthalten A- und B-Normen, insbesondere EN ISO 14121-1, bzw. einschlägige EU-Richtlinien mögliche Anforderungen und Lösungsansätze.

In diesem Workshop erfahren Sie, wie Sie spezielle Vorlagen für die in Ihrem Unternehmen entwickelten Maschinentypen effizient herstellen und nutzen können. Dadurch soll der Aufwand für Gefahrenanalysen in Ihrem Unternehmen drastisch reduziert und gleichzeitig die sicherheitstechnische Qualität Ihrer Produkte erhöht werden. Unter anderem werden die folgenden Themen behandelt:

  • Gefahrenanalysen nach Maschinenrichtlinie 98/37/EG,
    Risikobeurteilungen nach der neuen MRL 2006/42/EG
  • Warum neben „signifikanten Gefährdungen“ weitere Gefährdungen
    auf Relevanz geprüft werden müssen
  • Herstellung und Anwendung von Gefahrenanalyse-Vorlagen in der Praxis

Detailprogramm und weitere Informationen: Opens external link in new windowwww.ibf.at/gefahrenanalysevorlagen.html