Detailprogramm

Programm 1. Tag – 8. Juli 2008  pfeil

Uhrzeit Inhalte
9:30 - 9:45Eröffnung der Konferenz und Tagesüberblick
Ing. Helmut Frick
9:45 - 11:00Effiziente CE-Kennzeichnung - die kritischen Erfolgsfaktoren
Ing. Helmut Frick

  • Teamgeist und Eigeninitiative: Die zwei wichtigen Faktoren für effiziente Produktentstehungsprozesse.
  • Warum die sicherheitstechnische Konzeption nach "Bestem Wissen und Gewissen" häufig nicht reicht.
  • Gefahrenanalyse / Risikobeurteilung:
    EN 1050 durch EN ISO 14121-1 ersetzt:
    • Was sich ändert, was sich nicht ändert!
    • Zusammenhang zur neuen Maschinenrichtlinie 2006/42/EG
    • Die neue Vorgehensweise beim Identifizieren von Gefährdungen.
    • Pragmatisch: Grundsätzliche Zusammenhänge zwischen EN ISO 12100 und EN ISO 13849-1
  • Praxistipps

11:00 - 11:20 Kaffeepause
11:20 - 12:10Die Wichtigkeit durchgängiger rechtskonformer Unternehmensprozesse 
Prof. Dr. Thomas Klindt

  • Das schwächste Glied in der Kette entscheidet!
    • Was passieren kann, wenn einzelne Personen die rechtlichen Unternehmensvorgaben ignorieren.
    • Vorsicht bei der Beschaffung von Komponenten. Billigprodukte können hohe Folge-/Kosten verursachen!
  • Wie wirksam ist der in der Praxis häufig eingesetzte CE-Beauftragte?
    • Wofür CE-Beauftragte nicht verantwortlich gemacht werden können.
    • Was im CE-Statusbericht an die Geschäftsleitung oder Führungskräfte nicht fehlen sollte.
    • Welche Kompetenzen CE-Beauftragte undbedingt besitzen sollten
  • Compliance sowohl in kleinen und mittleren Unternehmen als auch in internationalen Konzernen unumgänglich?
  • Wenn der Hut brennt: In welchen Fällen ein Rückruf nicht vermeidbar ist und wie man sich davor schützen kann.
  • Praxistipps zur rechtskonformen Organisation von Produktentstehungsprozessen unter Beachtung der beteiligten internen und externen Personen, Abteilungen und Unternehmen. 

12:10 - 13:10CE-Kennzeichnung - Strafrechtliche Haftungsrisiken 
Dr. Stefanie Hörl

  • Organisations-, Überwachungs- und Sorgfaltspflicht für Geschäftsleiter und Führungskräfte - die "Allzuständigkeit der Geschäftsleitung".
  • Strafrechtliche Verantwortung durch "stillschweigendes Akzeptieren".
  • Strafrechtliche Haftungsrisiken für CE-Beauftragter, Konstruktion, Planung, Montage, Instandhaltung,...
  • Wie ermittelt die Staatsanwaltschaft im Ernstfall? Warum auch nach entlastendem Material gesucht wird.
  • Welche Rolle spielt die technische Dokumentation (Gefahrenanalyse, Betriebsanleitung, Pläne,...)?
  • Was bedeutet "grobe Fahrlässigkeit"?

13:10 - 14:10 Gemeinsames Mittagessen
14:10 - 15:15 Die Industrieversicherung - Retter in der Not?!
Jochen Körner, Dr. Matthias Vieth

  • Wer / was ist versicherbar?
    Produkthaftung, Arbeitnehmerhaftung, Haftung leitender Angestellten,... 
  • Welche Schadensfälle sind in der Regel gedeckt?
  • In welchen Fällen Versicherungen die Deckung rechtmäßig verweigern können. Die Wichtigkeit des Versicherungsvertrages!
  • Ist die Durchgängige Einhaltung einschlägiger gesetzlicher Bestimmungen Voraussetzung für die Deckung im Schadensfall?
  • Risiko! Verlust des Versicherungsschutzes durch die Nichtbeachtung der "Grundsätze für die Integration der Sicherheit" entsprechend Anh. I der Maschinenrichtlinie 98/37/EG sowie 2006/42/EG.
  • Korrekte Versicherung des Haftungsrisikos für CE-Dienstleister.
  • Vorsicht! "Vorsatz" und "grobe Fahrlässigkeit" sind nicht versicherbar!
  • Praxistipps: Präventive organisatorische Maßnahmen zur Wahrung des Versicherungsschutzes.

15:15 - 15:35 Kaffeepause
15:35 - ca. 17:00 Wissensgewinnung und Wissensaustausch
für den CE-Know-how Prozess im Unternehmen

Prof. Dr. Stieler-Lorenz 

    • Wie kann wertvolles Fach- und Erfahrungswissen für die CE-Prozesse im Unternehmen gewonnen werden?
      (Kundenwissen, Mitarbeiterwissen, Richtlinien- und Normenwissen,...)
    • Wie können Mitarbeiter aus unterschiedlichen Abteilungen entlang des CE-Prozesses Erfahrungswissen austauschen, um die Qualität des CE-Prozesses und der Produkte der Unternehmen zu optimieren?
    • Wie kann man Erfahrungswissen ausscheidender CE-Experten bewahren?

    18:00 - 19:30Opens internal link in current window Produktinformation für Interessierte
    20:00IBF lädt die Teilnehmer der CE-PraxisTage zu einem gemütlichen Abendessen
     Opens internal link in current windowZur Anmeldung
     

    Programm 2. Tag – 9. Juli 2008  pfeil

    Uhrzeit Inhalte
    9:00- 9:05Eröffnung des 2. Konferenztages und Tagesüberblick
    Ing. Helmut Frick
    9:05 - 10:20Neue Maschinenrichtlinie 2006/42/EG - Anhang I bereits anwendbar?
    Dipl.-Ing. Alois Hüning

    • Die wichtigsten Änderungen und Neuerungen im Überblick
    • Erläuterungen zum neuen Anhang I: Auswirkungen auf die Gefahrenanalyse, Konstruktion und die Zusammenstellung der technischen Dokumentation
    • EU-Kommission: Antworten auf häufige Fragen zur neuen Maschinenrichtlinie (FAQ-Liste) - Anwendung von Anhang I schon heute möglich!
    • Welche Auswirkungen hat die neue Maschinenrichtlinie auf den Umbau/wesentliche Veränderung von Maschinen und Anlagen: Bleibt die nationale Regelung bestehen?
    • Status quo der Umsetzung und Anwendung der neuen MRL im deutschsprachigen EWR
    • Bewertungsschema, Beispiele und Praxishilfen

    10:20 - 10:40
    Kaffeepause
    10:40 - 12:00
    Anwendung der neue Normen EN 60204-1 und EN ISO 13850
    Dipl.-Ing. Harald Schreibmaier

    • EN 60204-1:1997 "Elektrische Ausrüstung von Maschinen - Allgemeine Anforderungen" wurde zurückgezogen und durch die Ausgabe 2007 ersetzt; die Übergangsfrist endet am 1.6.2009: Die wichtigsten Neuerungen.
    • Beispiele zu häufigen Fehlern bei der Anwendung von EN 60204-1
    • NOT-AUS-Einrichtungen (EN 418) wurde zurückgezogen und durch EN ISO 13850 (NOT-HALT Gestaltungsleitsätze) ersetzt. Die wichtigsten Neuerungen und Zusammenhänge zu EN 60204-1.
    • Erfahrungen aus der Maschinenprüfung - häufigste Fehler bei der Anwendung von EN 60204-1

    12:00 - 13:00 Gemeinsames Mittagessen
    13:00 - 14:15Absicherung von Gefahrenstellen mit optoelektronischen Schutzeinrichtungen
    Gerhard Dieterle

    • Gefahrenanalyse/Risikobeurteilung: Basis für die Auswahl optoelektronischer Schutzeinrichtungen.
    • Berechnung von Sicherheitsabständen nach EN 999. Die korrekte Ermittlung von Nachlaufzeiten und Bestimmung von Zugriffsgeschwindigkeiten.
    • Vorsicht! C-Normen (z. B. Mechanische Pressen) legen andere Verfahren zur Ermittlung der Sicherheitsabstände fest. Wichtig: C-Norm gilt VOR B-Norm!
    • Häufige Fehler beim Anbau von Lichvorhängen oder Laserscannern  bzgl. Übergreifen, Untergreifen oder Hintertreten
    • Unterschied zwischen Muting und Blanking (Ausblenden) zur Zuführung von Teilen oder Unterscheidung Mensch/Material
    • Erstmalige und wiederkehrende Prüfungen - Anforderungen an die Prüfpersonen, Festlegung von Prüfzyklen,...
    • Praxistipps

    14:15 - 14:45Kaffeepause
    14:45 - 15:45Maschinenspezifische sicherheitstechnische Lösungen standardisieren
    Dipl.-Ing. Siegbert Muck

    • Das Ziel nicht aus dem Auge verlieren: Ausreichende Sicherheit nach Anhang I der Maschinenrichtlinie!
    • In harmonisierten Normen vorhandenes Fachwissen optimal nutzen.
    • Zusammenhang von Normen zu Anhang I der Maschinenrichtlinie - kritischer Blick auf EN ISO 14121-1.
    • Erfinden Sie das Rad nicht neu! Herstellung und Nutzung von Gefahrenanalyse-Vorlagen als Wissensbasis für neue Projekte.
    • Achtung wichtig! Unterschied zwischen "signifikanten" und "relevanten" Gefährdungen (EN ISO 12100-1) beachten!

    15:45- ca. 16:30 Beantwortung offener Fragen und Abschlussdiskussion
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    Programm- und Referentenänderungen vorbehalten!